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Stadtrat tagt: Konzept soll Grundschule Namedy sichern

Andernach. Der Erhalt der Grundschule Namedy, das weitere Vorgehen zur Realisierung der Pläne der Anne-Ehl-Stiftung auf dem ehemaligen Weissheimer-Gelände und die Übernahme von Kindertagesstätten aus katholischer in städtische Trägerschaft sind Themen der kommenden Stadtratssitzung am Mittwoch, 14. Juni, 18.30 Uhr, Historisches Rathaus. Aber auch die künftige Nutzung des Bereichs im Bebauungsplan „Friedhof/Hauptstraße“ in Namedy steht auf der Tagesordnung.

Der Stadtrat beschäftigt sich während der Sitzung mit einem Konzept, dass den Erhalt der Grundschule sichern helfen soll. Denn mit Schreiben vom Februar dieses Jahres hat die ADD Trier die Stadt Andernach als Träger der Grundschule Namedy darüber informiert, dass der Landtag den Entwurf von „Leitlinien für ein wohnortnahes Grundschulangebot“ vorgestellt hat. Nach Auskunft der ADD ist die Grundschule Namedy nach Inkrafttreten der Leitlinien von der Überprüfung einer möglichen Schließung betroffen.

Gemeinsam mit allen Betroffenen setzt sich die Verwaltung für den Erhalt der Grundschule Namedy ein. Diese Absicht hat der Stadtrat in seiner März-Sitzung mit der Verabschiedung einer entsprechenden Resolution bekräftigt. Aufgrund dieser Resolution und in Anlehnung an die Leitlinien für ein wohnortnahes Grundschulangebot hat die Verwaltung gemeinsam mit den übrigen Beteiligten ein Konzept erstellt, dass die Grundlage für die Verhandlungen mit der ADD bilden soll.

Das umfangreiche Konzept greift unter anderem die positive Schülerentwicklung, die nur sehr schwer zu realisierende Verteilung der Namedyer Grundschulkinder auf andere Schulen, die hervorragende Ausstattung und Konzeption der Namedyer Grundschule sowie die Kooperation mit der dortigen Kita auf. Auch nimmt es Bezug auf die Resolution zum Erhalt der Grundschule, die der Stadtrat bereits beschlossen hatte.

Im weiteren Verlauf der Sitzung soll der Stadtrat entscheiden, ob die Kindertagesstätten St. Marien und St. Peter aus katholischer in städtische Trägerschaft übergehen sollen. Nach Mitteilung des Bischöflichen Generalvikariats stehen infolge des Beschlusses des Bistums Trier aus dem Jahr 2010 seit dem Beginn dieses Jahres etwa 399.000 Euro als Betriebskostenzuschuss des Bistums für die katholischen Kindertagesstätten in der Stadt Andernach zur Verfügung. Mit diesem Budget, den gesetzlich festgelegten Personalkostenzuschüssen und den Sachkostenzuschüssen der Stadt Andernach kann das Bistum nach eigener Mitteilung die bisher zehn katholischen Einrichtungen nicht mehr fortführen.

Ein weiteres Thema ist die Entwicklung auf dem ehemaligen Weissheimer-Gelände. Die  Anne-Ehl-Stiftung hat ihre Pläne für dieses Gelände vorgestellt. Weil in den Jahren davor eine mit diesen Plänen nicht vergleichbare Nutzung im Raum stand, müssen nun die bebauungsplanrechtlichen Voraussetzungen für die Realisierung des Anne-Ehl-Stiftung-Projekts geschaffen werden.

Außerdem geht es in der Stadtratssitzung um den Bereich im Bebauungsplan „Friedhof/Hauptstraße“ in Namedy. Für den Geltungsbereich soll eine Änderung des gültigen Bebauungsplans aufgestellt werden, der es ermöglicht, auf dem angesprochenen Areal beispielsweise sowohl eine Bebauung mit einem Haus der Begegnung und Gebäuden für Seniorenwohnungen oder als Alternative eine Wohnbebauung vorzunehmen.

Die weiteren Themen der Sitzung: Erneuerung der Straßenbeleuchtung in der Pöntertalstraße in Kell, Jahresabschluss 2016 der Stadtwerke, Wasserversorgungssatzung der Stadt Andernach, Konzessionsvergabe und Konzessionsvertrag Wasserversorgung, Erschließung Füllscheuerweg – Straßen- und Kanalbauarbeiten, Vergabe der Tiefbauarbeiten für die Lärmschutzwand in Miesenheim, Einwohnerfragestunde.

Stadtrat verabschiedet Leitbild für Andernach

Andernach. Wie wird sich Andernach in den nächsten 20 Jahren entwickeln? Welches sind dabei die Bedürfnisse und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger, des Handels, der Organisationen, Vereine und Institutionen? Wie wollen die Andernacherinnen und Andernacher leben? Dies sind nur einige der Fragen und Punkte, die mit Hilfe eines Leitbilds beantwortet und umgesetzt werden sollen. Politik und Verwaltung haben gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern ein Leitbild entwickelt, das jetzt auch vom Stadtrat einstimmig verabschiedet wurde. Unter Federführung einer Steuerungsgruppe wurde folgendes Leitbild für die Stadt Andernach erarbeitet:

„Andernach leben!

Die Stadt Andernach steht für Lebensfreude, Miteinander und Herzlichkeit. Kleine Städte können große Ideen haben: Andernach in 2030 ist naturnahe Freizeitgestaltung, ist Genießen und Leben im Zentrum, ist Begegnung von Menschen aller Art, ist umweltschonende Mobilität, ist Raum zum Leben, Wohnen und Arbeiten. In unserer Gemeinschaft lebt und wächst der Respekt vor dem Anderen und das Vertrauen in die Demokratie.

Auf in die Zukunft – lasst uns Andernach leben!“

Ziel für das Leitbild war von Seiten der Politik, einen Handlungs- und Orientierungsrahmen für die Entwicklung der Stadt in den nächsten zehn bis 20 Jahren zu erstellen. Das Leitbild spiegelt die wichtigsten angegebenen Bedürfnisse der Beteiligten wieder. Dem Leitbild hinzugefügt wurden konkrete Ideen und Wünsche der Andernacher Bürgerinnen und Bürger. Dies waren unter anderem:

Bedürfnis nach vielfältigen Möglichkeiten, die Freizeit vor Ort in Andernach zu verbringen

 Neugestaltung des Uferbereichs der Rheinanlagen

 Modernisierung von Frei- und Hallenbad

 Touristische Erschließung des Krahnenbergs

 Anlage weiterer Grünflächen und Parks in der Innenstadt

 Errichtung eines Wasserspielplatzes

 Errichtung einer Aussichtsplattform über dem Rhein

 

Bedürfnis nach einer Belebung der Innenstadt

 Modernisierung / Aufwertung des Andernacher Bahnhofs

 Belebung des Marktplatzes / Erhöhung der Aufenthaltsqualität

 Neues Nutzungskonzept für die Rheinstraße

 Mehr Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt

 

Bedürfnis nach Begegnung, Gemeinschaft und Zusammenwachsen sowie Bedürfnis nach einem generationsverbindenden und generationsübergreifenden Miteinander

 Regelmäßige, gemeinsame Ess-/ Trefftische, wo auch Ideen entwickelt

    werden

 Orte der Begegnung in den einzelnen Stadtteilen

 

Bedürfnis nach Mobilität

 Einrichtung eines „Stadtteilmobils“ – Angebot zur Anbindung der Kernstadt

    und den Stadtteilen

 Einrichtung einer Schiffsverbindung zu den Nachbarorten

 Ausbau des Radwegenetzes

 Bessere Anbindung an Krahnenberg über Seilbahn

 Autofreie Innenstadt / Ausweitung Fußgängerzone

Die Umsetzung möglicher, aus den Bedürfnissen abgeleiteten Ideen und Wünsche, sollten jeweils im Rahmen der ganztägigen Haushaltsberatungen des Haupt- und Finanzausschusses erörtert werden.

 

Schule Namedy: Rat verabschiedet Resolution

Andernach. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig eine Resolution zum Erhalt der Grundschule Namedy verabschiedet.

...>>Die Resolution

 

Römer-Areal: Rat für Konzept der Ehl-Stiftung

Foto: Christoph Maurer

Andernach. Über die künftige Nutzung des ehemaligen Weissheimer-Geländes „Römer Areal“ hat der Stadtrat entscheiden. Die Anne-Ehl-Stiftung soll mit ihrem Konzept zum Zug kommen. Der Stadtrat hat einstimmig folgenden Beschluss gefasst: "Die Verwaltung wird beauftragt, in den nächsten Wochen mit der Anne-Ehl-Stiftung weitere Planungs- und Kaufverhandlungen für die künftige Nutzung des ehemaligen Weissheimer-Geländes „Römer Areal“ zu führen. Zwischenergebnisse sollen mit den Fraktionsvorsitzenden sowie Planungssprechern kommuniziert werden. Eine Beschlussfassung über den zu fassenden Aufstellungsbeschluss für eine Bebauungsplanänderung, den Kauf- sowie den erforderlichen Städtebaulichen Vertrag (…) soll in den Ausschusssitzungen Anfang Juni und in der Stadtratssitzung am 14. Juni erfolgen. Bei der Vertragsgestaltung soll die Verwaltung von einem Rechtsanwaltsbüro beraten werden.“

Während der Sitzung hat der Rat auch für einen Antrag des Vertreters der Linken gestimmt, dass künftig im Anschluss an jede öffentliche Stadtratssitzung eine Einwohnerfragestunde abgehalten wird.

 


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