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Buntes Frühlingsfest zum Geysir-Start

Foto: Christoph Maurer

>>alle Infos zum Geysir-Erlebnis

Andernach. Die Geysir-Saison 2019 steht an. Am Sonntag, 31. März, erwacht der Geysir Andernach aus dem Winterschlaf. Dieser Saisonauftakt wird mit einem bunten Frühlingsfest in der ganzen Stadt gefeiert. Zu diesem spritzigen Saisonauftakt unter dem Motto „Geysir-Frühling“ gibt es ein großes Programm: Frühlingsmarkt, Kirmes, Oldtimerausstellung, Unterhaltungsprogramme, Walkacts, Kunst und Musik werden unter anderem geboten. Auch die Einzelhändler sind mit von der Partie. Sie öffnen am Saison-Start-Sonntag von 13 bis 18 Uhr ihre Türen. Die Kirmes in den Rheinanlagen beginnt bereits am Freitag, 29. März, und läuft am kompletten Wochenende.
Damit den Besucherinnen und Besuchern wieder eine tolle Geysir-Saison geboten werden kann, wurde während der Winterpause fleißig gearbeitet und umfangreiche Revisions- sowie Erneuerungsmaßnahmen im Geysir-Zentrum umgesetzt – vor allem an den interaktiven Exponaten. Auch ein neuer Geysirfilm wurde erstellt und in dieser Saison erstmals gezeigt. Übrigens: Alle Geysir-Freunde sollten sich schon einmal das Wochenende 1./2. Juni vormerken. Dann feiert das Geysir-Zentrum das 10-jährige Bestehen. Und da wird allen Gästen ein buntes Programm geboten.

Das Programm:

Allgemein

  • Beginn der Veranstaltung um 11 Uhr
  • Frühlingsmarkt in der Innenstadt mit Blumen, Oster- und Frühlingsartikeln
  • Die Einzelhändler öffnen ihre Geschäfte von 13-18 Uhr
  • Walkacts in der Innenstadt
  • Musikalische Unterhaltung mit den „Walking Hats“

Geysir Andernach

  • Der Geysir Andernach startet mit ermäßigten Eintrittspreisen in die Saison 2019
  • Unterhaltungsprogramm mit dem Zirkustheater „StandArt“
  • Eröffnungsgewinnspiel
  • Frische Leckereien von der Bäckerei Fedl

Stadtmuseum 

  • Stadtführung um 14 Uhr „Auf kurzem Weg durch die Andernacher Geschichte”
  • Karikaturenausstellung – Deutschland Caricade „Bundesrepublik wird 70“

Läufstraße

  • Oldtimerausstellung der Oldtimerfreunde Andernach
  • Die Stadtwerke Andernach präsentieren sich mit Infos zum Thema Energie
  • Messdiener der Pfarreiengemeinschaft mit frischen Säften
  • Infostand (JuZ) und Retro-Café mit frisch gebackenen Muffins, Kuchen, Kaffee, Cappuccino

Historisches Rathaus

  • DPSG Pfadfinderstamm St. Michael im Jurtezelt mit Aktionen zum Thema Fairtrade

Bahnhofstraße/Marktplatz

  • Buntes Marktwesen mit Frühlings-, Garten – und Osterartikeln
  • Kunstmarkt – Künstler der Region stellen ihre Werke aus

Rheinanlagen

  • Frühlingskirmes (29.03. bis 01.04.) Montag Familientag mit ermäßigten Preisen
  • Ponyreiten mit dem Reitstall Zuber

Weitere Informationen zum „Geysir-Frühling 2019“:

Andernach.net GmbH
Konrad-Adenauer-Allee 40
56626 Andernach

Tel. 02632 – 987948-0
Fax 02632 – 987948-30

E-Mail: Info@andernach.net

Internet: www.geysir-andernach.de

 

Hochwasser: Stadt stellt mit Bürgerinnen und Bürgern ein Schutzkonzept auf

Andernachs Bürgermeister Claus Peitz enthüllt die Marke am Rheintor, die den Stand eines Extremhochwassers anzeigt. Links unten ist die Marke zu sehen, die den Pegelstand markiert, bis zu dem die Hochwasserschutzwand die Fluten zurückhält. Foto: Stadt Andernach/Maurer

>>Infotext mit allen Grafiken und nützlichen Links zum Herunterladen

Andernach. Schon immer leben die Andernacher mit dem Rhein, mit seinen und Vorteilen, aber auch mit seinen Gefahren. Doch schon viele Jahre sind große Hochwasser ausgeblieben. Moderne Technik, die Pegelstände ziemlich genau vorhersagen kann und eine Hochwasserschutzwand vermitteln ein großes Sicherheitsgefühl. Doch dieses Gefühl ist trügerisch. Erst im Januar blickten vor allem die Rheinanlieger gebannt auf die steigenden Pegelstände, die eine Höhe zu erreichen drohten, bei der die Schutzwand überflutet worden wäre. Die Wetterlagen werden extremer. Hitzeperioden folgen Unwetter mit Startregen und Überschwemmungen. Mit einem örtlichen Hochwasserschutzkonzept möchte die Stadt gegen das Vergessen der Ereignisse von 1993 und 1995 arbeiten und deutlich machen, dass der Rhein noch sehr viel höher steigen und dass dann die Schutzwand an ihre Grenzen stoßen kann, dass aber Vorbereitung und Vorsorge die verheerenden Folgen eines Extremereignisses abmildern können. Dieses Hochwasserschutzkonzept möchte die Stadt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeiten. Das Informations- und Beratungszentrum Hochwasservorsorge Rheinland-Pfalz, das Ingenieurbüro für Wasserbau und Wasserwirtschaft „Franke + Knittel und das Kompetenzzentrum für Hochwassermanagement und Bauvorsorge in Kaiserslautern sind dafür mit im Boot. In einer Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 30. August, 19 Uhr, Historisches Rathaus, wurden die Bürgerinnen und Bürger umfassend informiert. In den folgenden Wochen waren dann Workshops:
1.    Bereich Namedy; am Dienstag, 11.09.2018, 19.00 Uhr im Feuerwehrhaus in Namedy
2.    Hochwasser Andernach Stadt, Mittwoch, 19.09.2018, 19.00 Uhr im historischen Rathaus, Ratssaal
3.    Bereich Miesenheim (Nette) sowie Burgerberg /Südhöhe (Starkregenthematik) am Dienstag, 25.09.2018, 19 Uhr, Aula Grundschule St. Stephan, Taubektränke 51

Das Land Rheinland-Pfalz hat für die Flüsse im Land sogenannte Hochwassergefahrenkarten erstellt (www.hochwassermanagement.rlp.de). Daraus geht hervor, wie hoch das Wasser steigen kann und welche Bereiche dann überflutet sind. 1993 wurde ein Pegelstand von 10,51 Meter erreicht, das ist ein Hochwasser, wie es statistisch gesehen einmal in 60 Jahren auftritt. Hochwasserereignisse wie 2002 an der Elbe und 2013 an Elbe und Donau haben gezeigt, dass auch in Deutschland extreme Hochwasserstände erreicht werden können. Für Andernach würde dies einen Pegelstand von 12,70 Meter bedeuten und läge rund zwei Meter über dem Hochwasser von 1993.
Gegen solche und noch größeren Hochwasserereignisse gibt es keine Schutzanlagen. Betroffen wären dann nicht nur die Bereiche, die unmittelbar am Fluss liegen, das Wasser würde bis in die Innenstadt strömen, wie die Gefahrenkarten zeigen. Neben der direkten Betroffenheit durch das Wasser im Haus wären vermutlich auch zahlreiche weitere Menschen indirekt betroffen, beispielsweise durch den Ausfall der Strom- und Trinkwasserversorgung, die Sperrung der Bahnlinie oder zahlreicher Straßen, mit der Folge immenser Schäden. Hochwasser lassen sich nicht verhindern, doch die Schäden können verringert werden, wenn rechtzeitig und ausreichend Vorsorge getroffen wird. Dazu werden im Rahmen des örtlichen Hochwasserschutzkonzepts die erforderlichen Maßnahmen festgelegt, die für die Stadt Andernach angemessen und realistisch sind. Die Umsetzung kann nur gelingen, wenn die Bürgerinnen und Bürger von Anfang an mitgenommen werden. Denn auch sie haben Verantwortung, durch Eigenvorsorge die Schäden zu verringern. Hochwasservorsorge ist eine Gemeinschaftsaufgabe der Betroffenen, der Stadt und des Staates.
Der Prozess wird vom Ingenieurbüro Francke und Knittel begleitet und darüber hinaus durch die Wasserwirtschaftsverwaltung des Landes unterstützt.

Fragen, die im Rahmen von Bürgerversammlung und Workshops behandelt werden, sind:
-       Welche Bereiche der Stadt können bei Hochwasser überflutet werden?
-       Welche Folgen hat das?
-       Wie sind wir (die Stadt und die Betroffenen) auf Hochwasser vorbereitet?
-       Wo sind Defizite und Probleme? Wie können diese gelöst werden?

Folgende Themenkomplexe werden bearbeitet:
·         Optimierung von Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz, Alarm- und Einsatzplanung, Ausstattung der Feuerwehren (z. B. Pumpen, Material, etc.)
·         Optimierung der Warnung vor Hochwasser und Extremwetter
·         hochwasserangepasstes Planen, Bauen und Sanieren im öffentlichen und privaten Bereich
·         Sensibilisierung und Vorbereitung der Betroffenen. Zu den Möglichkeiten der privaten Vorsorge gehören z.B.
o   Schutzmaßnahmen an den Häusern und Anlagen
o   Hochwasserversicherung
o   richtiges Verhalten, wenn Hochwasser kommt, auch in Abstimmung mit der gemeindlichen Gefahrenabwehr
·         Überprüfung und Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der Infrastruktur (Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Energieversorgung)
·         technische Schutzmaßnahmen am Rhein

In Andernach ist nicht nur das Hochwasser des Rheins relevant. Das gesamte Stadtgebiet ist zudem gefährdet durch Starkregenereignisse, wie sie erst kürzlich in vielen Teilen von Rheinland-Pfalz aufgetreten sind und dort Schäden in Millionenhöhe hinterlassen haben, z.B. in Herrstein im Hunsrück oder Dudeldorf in der Eifel. Im Gegensatz zum Rheinhochwasser gibt es keine exakte Vorhersage solcher Ereignisse und demzufolge praktisch keine Vorbereitungszeit. Doch Vorsorge kann trotzdem getroffen werden. Starkregenkarten des Landesamtes für Umwelt lassen Schlüsse zu, an welchen Stellen sich das Wasser bei Starkregen besonders konzentriert und zu einer Gefahr für die Ortslage werden kann.
Im Rahmen des örtlichen Hochwasserschutzkonzepts soll auch die Starkregengefährdung betrachtet werden. Folgende Themen werden über die o.g. hinaus behandelt:
·         technische Schutzmaßnahmen an Bächen, z. B. Vergrößerung des Abflussquerschnitts, Entschärfung hydraulischer Engpässe, Rückhaltebecken, Schaffen von Notabflusswegen;
·         Gewässerunterhaltung und Treibgutrückhalt
·         Optimierung der Außengebietsentwässerung, z.B. Anlegen von leistungsfähigen Sand­ und Geröllfängen
·         Wasserrückhalt in der Fläche, wie z. B. hochwassermindernde Flächenbewirtschaftung der Land- und Forstwirtschaft