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Mehr Fahrrad weniger Auto? Ideen der Bürger für Mobilitätskonzept der Zukunft sind gefragt

Wie sollen die Verkehrsströme in Andernach künftig laufen? Wie können Radfahren und ÖPNV gestärkt werden? Dies sind nur zwei von vielen Fragen, die mit Hilfe eines klimafreundlichen Mobilitätskonzept beantwortet werden sollen. Hier ist die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger gefragt. Beim Bürgerworkshop am Montag, 25. November, 17 Uhr, Historisches Rathaus, können sich alle Interessierten mit ihren Ideen, Anregungen und Meinungen einbringen. Foto: Stadt Andernach/Maurer

Einwohner können sich einbringen – Workshop am 25. November

Andernach. Verkehrsströme besser lenken, Parkraum bedarfsgerecht anbieten, Problemzonen entlasten, alternative Fortbewegungsmittel einsetzen, Klimaschutz vorantreiben: Um diese und weitere Ziele zu erreichen, erstellt die Stadt Andernach derzeit ein klimafreundliches Mobilitätskonzept, das jetzt in die Endphase geht. Und hier ist die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger gefragt, die ihre Stadt, ihre Straße oder ihr Viertel am besten kennen – also die Experten sind.
Und so steht ein Workshop für alle Bürgerinnen und Bürger am Montag, 25. November, 17 Uhr, im Historischen Rathaus, Hochstraße 52-54, an. Hier werden die Analyseergebnisse des beauftragten Planungsbüros vorgestellt. Primäres Ziel ist es, den CO2-Ausstoß in den kommenden zehn Jahren um etwa 18 Prozent zu senken. Der Verkehr in der Innenstadt produziert derzeit mehr als 52.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Pro Tag werden in Andernach 690.000 Kilometer mit Kraftfahrzeugen zurückgelegt.
Das Fachbüro hat bereits einige wichtige Punkte und Lösungsvorschläge ausgearbeitet, über die diskutiert werden soll. So geht es darum, den Radverkehr zu fördern. Dafür müssen aber Rahmenbedingungen erfüllt werden: breitere und besser ausgebaute Radwege – auch teilweise auf Kosten von Parkplätzen; Aufhebung der Einbahnstraßenregelungen für Radfahrer und Aufhebung des Durchfahrverbots in der Fußgängerzone, um die Lücken im Radwegenetz zu schließen; Sperrung der Altstadtgassen für Autos. Ein weiterer Punkt ist der ruhende Verkehr. Sollte es in der Innenstadt bald keine kostenlosen Parkplätze mehr geben, um unter anderem den Park-Such-Verkehr einzudämmen und durch eine autoarme Innenstadt das Erlebnis Einkauf zu stärken? Dafür könnten außerhalb der eigentlichen Innenstadt günstige Parkmöglichkeiten entstehen. Wäre es sinnvoll, dass Bahnkunden bei den Parkgebühren bevorteilt werden?
Förderung von E-Mobilität und des ÖPNV, bessere Querungsmöglichkeiten für Fußgänger, Job-Tickets – die Liste der Vorschläge, die zur Diskussion stehen ist lang.
Ziel des Workshops ist es, Meinungen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger einzuholen und ins Mobilitätskonzept einzuarbeiten. Dazu werden nach einer kurzen Einführung im Plenum Thementische zu den verschiedenen Verkehrsarten eröffnet. An diesen werden unter der Leitung eines Moderators die jeweiligen Themen diskutiert. Nach jeweils etwa 15 Minuten wechseln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den nächsten Tisch. Die bei der Veranstaltung eingebrachten Anregungen werden festgehalten und fließen in die spätere Bearbeitung ein. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind willkommen, damit die Verkehrssituation in Andernach gemeinsam verbessert werden kann.

 

Historischer Garten im Herzen der Altstadt

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Andernach. In Andernach blüht eine weitere hochwertige Grünanlage im Herzen der Stadt auf. Nach etwa eineinhalb Jahren Bauzeit wurde jetzt der „Historische Garten“ eröffnet, der auf einem 3200 Quadratmeter großen Teilstück des ehemaligen Weissheimer-Geländes entstanden ist. Hier haben Archäologen auch bedeutende Funde aus der Römerzeit und dem frühen Mittelalter entdeckt, die sich in den Garten integrieren. Rund 1,5 Millionen Euro kostet das Projekt, das mit etwa 1,14 Millionen Euro aus dem städtebaulichen Entwicklungskonzept Historischer Stadtbereich „Westliche Altstadt“ gefördert wurde.
Basierend auf Empfehlungen der archäologischen Denkmalpflege konnten die mittelalterlichen Keller und die mittelalterliche Stadtmauer auf römischem Fundament ohne Schutzbau konserviert und dauerhaft erhalten werden. Für die sonstigen Ausgrabungen, soweit diese aus römischer Zeit datieren (Thermen, Speicher), war jedoch eine Freiluftkonservierung auch mit entsprechender Schutzüberdachung nicht sinnvoll, weil die römischen Baustoffe schnell zerfallen wären. Deshalb empfahlen die Experten, die archäologischen Befunde durch Natursteinelemente wie beispielsweise Mauern und Pflanzen zu visualisieren und durch Informationstafeln und Medien näher zu erläutern. Dagegen konnten die mittelalterlichen Funde mit sehr interessanten Einzelheiten (Brunnenschacht/Latrine, Säule, Laufschiene einer mittelalterlichen Schiebetür) langfristig mit einem moderaten Kostenaufwand konserviert und in das Gesamtkonzept des Historischen Gartens einbezogen werden.
Das Wesentliche bei der Gestaltung ist die Darstellung der historischen Gartenbaukultur - verbunden mit den historischen Ausgrabungen. Zudem wurde ein Schwerpunkt auf die Verwendung historischer Nutzpflanzen gelegt und so eine Überleitung zur „Essbaren Stadt“ geschaffen.
Der Gartenbereich ist in einen östlich, höher gelegenen Bereich mit römischen Funden und einen westlich, tiefer gelegenen Bereich mit Mauerresten aus dem Mittelalter gegliedert. Sichtbar wird diese Höhenentwicklung durch die Böschung, die hier zwei Ebenen schafft. Gestalterisch betont und unterstrichen werden die historischen Elemente durch Verwendung von modernen, gradlinigen, glatten, puristisch nicht historisierenden Ausstattungselementen (z. B. Wasserbecken, Beleuchtung), die sich damit von den archäologischen Befunden abgrenzen.
Bei der Pflanzenauswahl wurde gezielt auf Arten und Sorten zurückgegriffen, die zur Zeit der Römer bzw. im Mittelalter bereits zur Verfügung standen. Das heißt, es gibt keine Kartoffeln oder Tomaten, die damals noch nicht bekannt waren. Im römischen Garten finden sich viele Rasenflächen, die durch auf 1,20 Meter hoch geschnittene Hainbuchenhecken (visualisierte Gebäudestrukturen) formale Strukturen zeigen. Die Wegeführung in den Mauern der Therme wurde hingegen mit blauem Lavendel eingefasst. Im römischen Gartenbereich ist ein zentraler Baum gepflanzt worden. Es ist die Esskastanie (Castanea sativa), die die Römer aus Südeuropa in historischer Zeit nach Deutschland eingeführt haben. Ferner strukturieren säulenförmige Elemente wie Wacholder und Dachplatanen das Gelände. Die Lage der elf archäologisch vorgefundenen Säulen wird durch Wacholder von säulenförmigem Wuchs demonstriert, und die Mauer durch eine gezielte Wegeführung und Bepflanzung präsentiert. Thematische Inhalte visualisieren Pflanzen mit spezifischen Farben, so dass beispielsweise das Hypocaust (römische „Fußbodenheizung“) durch rote Farbtöne als Wärmeassoziation dargestellt ist. Im Mittelalterlichen Garten symbolisiert der Lindenbaum den klassischen Versammlungsbaum. Die Abgrenzung zur Kirchstraße hin bildet eine Wildrosenhecke.

Folgende Exponate können die Besucherinnen und Besucher künftig erleben:

 

  • Zeitschiene aus Plexiglas auf verputzter Wand zur Darstellung der Gartenepochen von der Römerzeit bis heute; „Andernach die Essbare Stadt“ damals wie heute
  • Obstspaliere in Form eines Aquädukts, der Zaun dahinter wird mit Efeu begrünt.
  • Elf Säulen des Horreums (Lagerhaus/Kornspeicher): Visualisiert durch 11 Säulenwachholder. Im Zentrum befindet sich eine Anpflanzung von Korn
  • Heckenpflanzung entlang vom Weg mit Lavendel zur Visualisierung der Therme
  • Anpflanzung von rotlaubiger Haselnuss (bot.: Corylus avellana) als Symbolik der Wärmeversorgung. Für die Römer war die Haselnuss ein bedeutendes Friedenssymbol
  • Behindertengerechter Zugang: von der Kirchstraße aus über die aufgemauerte Castellmauer auf das Niveau der Gartenhauptachse. Aufmauerung der Castellmauer zur Rheinseite mit Grauwacke und auf der Gartenseite mit Tuff
  • Beete mit historischen Nutzpflanzen: Jeweilig entsprechend aus römischer und mittelalterlicher Zeit. Die Beeteinfassungen mit Staketenzaun (römisch) und mit Stein (mittelalterlich)
  • Forum: als Verbindungselement zwischen Römerzeit und Mittelalter. In Beiden Epochen war die Versammlungsstätte ein wichtiges Gartenelement
  • Brunnen und Linde im Mittelalterbereich: Der alte/bestehende Brunnen wird ergänzt durch einen neuen modernen Quellbrunnen, welcher den gleichen Durchmesser hat wie der Innendurchmesser des alten Brunnens. Die Linde als klassischer Baum für Versammlungsstätten im Mittelalter
  •  „Andernacher Mühlstein“ wird als Ergänzung der alten Brunnen präsentiert
  • Mittelalterliche Gebäudestrukturen mit Schiefer und Grauwackesteinen aufgemauert
  • Kräuterbeete zur Anpflanzung von Kräutern die insbesondere im Mittelalter zur Bekämpfung von Seuchen (z. B. Pestwurz) eingesetzt wurden
  • Römische Gebäudestrukturen werden durch Hainbuchenhecken visualisiert
  • Laufbrunnen (gesponsert von den Stadtwerken Andernach)

 

 

 

Vorsicht im Wald: Durch Trockenheit geschädigte Laubbäume verlieren Äste

Andernach/Region. Wanderer, Jogger und Spaziergänger aufgepasst: Im Wald drohen aktuell verstärkt Gefahren durch plötzlich herabstürzende schwere Äste, die unvermittelt und ohne Vorwarnung aus Bäumen herausbrechen. Wer durch den Wald geht, sollte unbedingt Vor- und Umsicht walten lassen.
Diese Gefahr ist eine Folge des Klimawandels mit der einhergehenden extremen Trockenheit in den vergangenen beiden Sommern, teilt das Forstamt Koblenz mit. Nadelholz - vor allem die Fichten - sind vom Borkenkäfer befallen und müssen gefällt werden. Seit diesem Jahr zeigen sich auch deutliche Schäden an Laubbäumen. Besonders betroffen sind alte Buchen. Diese sind durch die trockenen Sommer in ihrer Vitalität eingeschränkt und werden in Folge dessen von Buchenborkenkäfer und Pilzen heimgesucht und sterben sehr schnell ab. Aus diesen geschädigten und absterbenden Buchen können starke Kronenäste herausbrechen und ohne Vorwarnung auf den Boden stürzen. An den Hauptwanderwegen arbeitet der Betrieb Landesforsten daran, die Situationen zu entschärfen. Doch gehören herabstürzende Äste auch zu waldtypischen Gefahren, so dass Waldbesucher ihren Blick für solche Situationen schärfen sollten.
Es kann in der nächsten Zeit verstärkt vorkommen, dass Wanderwege kurzfristig gesperrt werden, damit Bäume, von denen eine Gefahr ausgeht, gefällt werden können. Umleitungshinweise führen Waldbesucher aber wieder auf den richtigen Weg. Auch Pilzsucher und Querfeldeinwanderer sollten sehr aufpassen. Einzelne oder auch flächig abgestorbene Bäume, die nicht entlang von Wanderwegen stehen, werden nicht vom Betrieb Landesforsten gefällt.

Als eine sinnvolle Hilfe erachtet das Forstamt Koblenz die App „Hilfe im Wald“, die unter diesem Namen im Internet gegoogelt und heruntergeladen werden kann. Die kostenfreie App zeigt auf dem Smartphon den nächstgelegenen Rettungspunkt an. Wer dann die 112 wählt, kann den Einsatzkräften mit Nennung dieser Rettungspunktnummer seinen Standort melden.

Weitere Informationen erteilt das Forstamt Koblenz, Telefon 0261/921770, E-Mail forstamt.koblenz@wald-rlp.de

 

Jubiläums-Ehrenamtskarte: Andernach dabei

jubi

Andernach. In der Bäckerjungenstadt engagieren sich zahlreiche Menschen ehrenamtlich in den unterschiedlichsten Bereichen - ob in Vereinen, Verbänden, Kirchen oder Initiativen. „Ohne das vorbildliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger könnten viele Leistungen für unser Gemeinwesen nicht erbracht werden“, betont Oberbürgermeister Achim Hütten. „Deshalb können wir diesen Menschen nicht genug danken“, ergänzt er.
Um dieses wertvolle Engagement zu würdigen, beteiligt sich die Stadt Andernach unter anderem nicht nur an der Ehrenamtskarte Rheinland-Pfalz, sondern ab sofort auch an der Jubiläums-Ehrenamtskarte. Sie ist eine Ergänzung zur bestehenden Ehrenamtskarte und ermöglicht nun langjährig Engagierten, die jedoch die wöchentlich geforderte Anzahl von fünf Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit nicht oder nicht mehr erbringen können, den Zugang zur landesweiten Ehrenamtskarte. Somit kann dann auch dieser Personenkreis dieselben Vergünstigungen in Anspruch nehmen, die auch die landesweite Ehrenamtskarte bietet.
Voraussetzung für den Erhalt der neuen Jubiläums-Ehrenamtskarte ist ein ehrenamtliches Engagement, das seit mindestens 25 Jahren ausgeübt wird. Die sonstigen Vergabekriterien der Ehrenamtskarte entfallen gänzlich. Das Engagement kann kontinuierlich in einer Organisation oder aber in verschiedenen Tätigkeitsbereichen erfolgen. Auch langjährig Engagierte, die sich aufgrund ihres Alters oder ihrer gesundheitlichen Situation nicht mehr engagieren können, haben die Möglichkeit, diese Karte zu erhalten. Sie kann von den Engagierten selbst beantragt werden. Vereine, Verbände und Kommunen können aber verdiente Ehrenamtliche auch für diese Auszeichnung vorschlagen. Für die Jubiläumskarte gibt es ein eigenes Antragsformular, mit dem langjährig Engagierte die Karte selbst beantragen können. Zusätzlich gibt es ein Vorschlagsformular für Vereine, Verbände und Kommunen. Die Formulare gibt es bei der Stadtverwaltung Andernach und auf dieser Seite (siehe unten). Anträge und Vorschläge können ebenfalls bei der Stadt Andernach eingereicht werden. Ansprechpartnerin ist Jennifer Szesni, Zimmer 112, Läufstraße 11, 566626 Andernach, Telefon 02632/922-169, E-Mail jennifer.szesni@andernach.de

>>Antragsformular Jubiläums-Ehrenamtskarte
>>Vorschlagsformular Jubiläums-Ehrenamtskarte

>>Antragsformular "normale" Ehrenamtskarte

>>Übersicht Vergünstigungen

 

Krahnenberg: Studenten-Ideen für Kanzel


Hochschule hat sieben Entwürfe für möglichen „Skywalk“ präsentiert

Andernach. Mit einem möglichen „Skywalk“ für die Kanzel am Krahnenberg haben sich angehende Architekten und Bauingenieure der Hochschule Koblenz im Rahmen eines Studentenwettbewerbs beschäftigt. Sieben Gruppen entwickelten jeweils einen Entwurf samt Modell und dazugehöriger Statik für einen solchen „Skywalk“. Diese Arbeitsergebnisse wurden jetzt im Historischen Rathaus öffentlich präsentiert.  Jede Gruppe hat ihre Planungen vorgestellt. Anschließend kürte eine Jury, die aus Vertretern des Stadtrats, der Stadtspitze, des Bauamts und der Hochschule bestand, die ersten drei Sieger. Die Kosntruktion, die sich stark am Alten Krahnen orientierte, konnte die Jury am meisten überzeugen. Der vorgestellte Aussichtsturm samt Plattform und ein sich an Waben orientiertes Projekt belegten die Plätze zwei und drei. Oberbürgermeister Achim Hütten lobte alle vorgestellten Projekte als sehr gelungen und bedankte sich ausdrücklich bei den Studierenden und der Hiochschule. 

 

Stadtlinienverkehr ab 2021 deutlich verbessert

In Andernach wird der Stadtlinienverkehr ab Dezember 2021 deutlich verbessert. Den neuen Fahrplan und die Verbesserungen stellten (von links) JohannesLiesenfeld von der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Daniel Junglas vom VRM, Stadtwerke-Geschäftsführer Lars Hörnig, Oberbürgermeister Achim Hütten, Landrat Dr. Alexander Saftig, Bürgermeister Claus Peitz und Gaby Pauly, Kreisverwaltung, vor. Foto: Stadt Andernach /Maurer

Andernach. Engere Vertaktung, mehr Verbindungen auch an Wochenenden, kürzere Fahrzeiten, effizientere Linienführung: Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wird in Andernach und in den Stadtteilen deutlich verbessert. Die positiven Änderungen in Andernach, für die sich die Stadt und die Gremien stark gemacht haben und die ab Dezember 2021 gelten, werden im Zuge der Umsetzung des Nahverkehrsplans im Kreis Mayen-Koblenz durch den Landkreis als Aufgabenträger realisiert.

Der neue Plan sieht für die Kernstadt folgende Verbesserungen vor:

  • Kirchberg, Büropark Rennweg, die Konrad-Adenauer-Allee und die Rhein-Mosel-Fachklinik erhalten ein Busangebot.
  • Zwischen Bahnhof, Einkaufswelt und Friedhof gibt es tagsüber von montags bis samstags drei Fahrten pro Stunde.
  • Für die Deubachsiedlung, Südhöhe und Kaserne gibt es von montags bis Samstag tagsüber drei Fahrtenangebote pro Stunde vom und zum Bahnhof/Innenstadt.
  • Für Fahrgäste aus dem Bereich Lohmannstraße/Südhöhe verkürzen sich die Reisezeiten, da Schleifenfahrten reduziert werden.
  • Insgesamt soll es mehr Busangebote geben, die die Fahrgäste ohne Umsteigen aus den Wohngebieten wie zum Beispiel der Südhöhe zur Koblenzer Straße (Einkaufswelt, Friedhof, etc.) bringen.
  • Der Busservice wird weiterhin durch ein angepasstes Anruf-Sammeltaxi-Angebot (ANDI) ergänzt.

Die Andernach Stadtteile profitieren ebenfalls vom neuen Angebot:

  • In Miesenheim wird das Busangebot an den Wochenenden in Richtung Andernach und Plaidt auf einen Bus pro Stunde verdoppelt. Außerdem soll es täglich mehr Spätfahrten geben.
  • In Eich und Kell wird ein Taktfahrplan eingeführt. Außerdem gibt es erstmals ein ÖPNV-Angebot in den Abendstunden.
  • In Namedy wird das derzeit gute Angebot über das ANDI erhalten.

Die detaillierte Linienführung stimmen der Kreis und der Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) derzeit mit der Stadt Andernach und den anderen betroffenen Gemeinden ab. „Wir werden gemeinsam mit dem Kreis die Linien an die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger anpassen“, betont Oberbürgermeister Achim Hütten. „Wir haben hier eine große Chance, den Menschen in unserer Stadt eine Mobilität zu ermöglichen, die ihnen nicht nur einen besseren Service bietet, sondern die auch die Verkehrsbelastung reduziert und umweltfreundlich ist“, ergänzt Hütten. Sein Dank gilt dabei dem Landrat und dem Kreistag, die durch den Beschluss zum neuen Nahverkehrsplan in Sachen ÖPNV in der Region ein Zeichen für die Mobilität der Zukunft setzen. Dabei will sich Hütten auch dafür einsetzen, dass die Möglichkeit des Einsatzes von Bussen mit Elektroantrieb mit geprüft wird.

Das Konzept wird Ende 2021 umgesetzt, wenn die heute bestehenden Verträge der Regionalbuslinien auslaufen. Im Vorfeld ist eine europaweite Ausschreibung durch den Kreis nötig, der auf Basis eines neuen EU-Rechts als Aufgabenträger die Kosten für den Betrieb der Linien übernimmt, wenn kein Verkehrsunternehmen die Leistungen eigenwirtschaftlich erbringen kann. Hierdurch spart die Stadt Andernach, die bislang über die Stadtwerke den Linienverkehr finanziert hat, deutlich Kosten ein. Die Stadt kommt dann noch für Infrastruktur wie beispielsweise Haltestellen auf, die zudem bis 2022 durchgängig barrierefrei gestaltet werden sollen.

Bis Ende des Jahres 2021 führen die Stadtwerke Andernach den Stadtlinienverkehr mit Stadtbus und ANDI wie gewohnt fort.

Bundesmeldegesetz hat sich geändert

Andernach. Das neue Bundesmeldegesetz gilt. Das Gesetz regelt unter anderem die Art und Weise der Datenspeicherung, die Meldepflichten und ebenso die Melderegisterauskünfte oder die Datenübermittlung zwischen öffentlichen Stellen. Vor allem aber: Mit dem neuen Bundesmeldegesetz wird auch die Wohnungsgeberbestätigung wieder eingeführt. Der Wohnungsgeber unterliegt somit bei Meldevorgängen der so genannten Mitwirkungspflicht (§ 19 Bundesmeldegesetz).
Meldet sich ein Mieter an oder um, muss er hierzu künftig die Bestätigung des jeweiligen Wohnungsgebers oder einer von ihm beauftragten Person vorlegen. Zurzeit muss das Beziehen einer neuen Wohnung bei der Meldebehörde innerhalb von einer Woche nach dem Einzug gemeldet werden. Ab dem 1. November dieses Jahres werden der meldepflichtigen Person zwei Wochen für die Anmeldung des Wohnungssitzes eingeräumt. Im Zusammenhang mit der Anmeldung eines Wohnsitzes haben die meldepflichtigen Personen dann unter anderem die Wohnungsgeberbestätigung vorzulegen. Die Vorlage des Mietvertrages ist hierfür nicht ausreichend.

Die Wohnungsgeberbestätigung gibt es im Bürgerbüro der Stadt Andernach oder ganz einfach mit einem Klick hier:
Wohnungsgeberbestätigung

 

Führungszeugnisse online beantragen

Andernach. Für alle Interessierten besteht die Möglichkeit, Führungszeugnisse und Auskünfte aus dem Gewerbezentralregister unmittelbar beim Bundesamt für Justiz (BfJ) über ein Online-Portal zu beantragen. Voraussetzung für den Online-Antrag sind der neue elektronische Personalausweis, der für die Online-Ausweisfunktion freigeschaltet sein muss, und ein passendes Kartenlesegerät. Auf diese Weise kann eindeutig identifiziert werden, wer den Antrag stellt. Ausländische Mitbürger, die keinen deutschen Personalausweis besitzen, können in gleicher Weise die entsprechende Funktion ihres elektronischen Aufenthaltstitels nutzen.Neben Führungszeugnissen können auch Auskünfte aus dem Gewerbezentralregister über das neue Online-Portal des BfJ beantragt werden. Solche Auskünfte benötigen Unternehmen, die sich in Ausschreibungsverfahren um öffentliche Aufträge bewerben, recht häufig. Auch hier kann das Online-Verfahren den Aufwand erheblich senken.
Aus dem Führungszeugnis sind etwaige strafrechtliche Verurteilungen zu ersehen, soweit sie nach dem Bundeszentralregistergesetz in ein Führungszeugnis aufzunehmen sind. Die Auskunft aus dem Gewerbezentralregister ist ein wichtiges Hilfsmittel, um die Zuverlässigkeit von Gewerbetreibenden einschätzen zu können.
Wie bei der Antragstellung auf dem Amt wird auch beim Online-Antrag eine Gebühr von 13,00 € pro Führungszeugnis erhoben. Im Online-Portal kann sie mit einer gängigen Kreditkarte oder durch Überweisung per „giropay“ begliche werden. Die Führungszeugnisse werden auf grünem Spezialpapier gedruckt und mit der Post zugeschickt.

Das Online-Portal zur Beantragung von Führungszeugnissen und Auskünften aus dem Gewerbezentralregister ist über die Webseite des BfJ zu erreichen: www.bundesjustizamt.de

Allerdings soll das Online-Portal die klassische Antragstellung nicht gänzlich ersetzen: Die Anträge können auch weiterhin persönlich vor Ort im Rathaus gestellt werden.